A First Case of Culture Shock and Excitement

[German version below]

Here goes the first message from across the oceans! It’s been three days since my departure from Germany and on my third day I can say that I feel somewhat more in charge of the situation. A perfect time to update you on what’s been happening here!

My flight to Cali was more or less unproblematic and I arrived on time. At the airport I got picked up by two volunteers who started last year, and my boss! My initial nervousness vanished when I sat in the car with them, headed to my new home. As I was the first to arrive in the apartment of this year’s volunteers I got to choose a room (after a bit of back and forth). Then the two volunteers took me to eat Arepas just around the corner and answered me some of my numerous questions. Despite the excitement, the tiredness knocked me out soon enough.

The next morning both left to go for work and I had the best intentions to set out to the nearest supermarket. I took my first (cold) shower, had some breakfast and stood in the hallway, determined to leave my new haven. But there was something holding me back, a profound exhaustion and anxiety that let me turn around and crawl back into my bed. At the time I was entirely confused why I was so utterly incapable of doing such a basic thing as leaving the house. Then it dawned on me that it might be a case of culture shock. When looking for a definition of culture shock on Google it comes up with:

[T]he feeling of disorientation experienced by someone when they are suddenly subjected to an unfamiliar culture, way of life, or set of attitudes.

Looking back on it, it was definitely culture shock with a hint of caution as you do get told to be on the look out, to go to places with cuidadito (the diminutive of cuidado which means attention). Hunger made me leave my nest after my nap, and I am glad it did! I still only bought tostadas and carrots, don’t ask me why, so that’s what I had the first day.

The next day I spent with my boss and his wife driving around Buga, a smaller city near Cali. We took Mara, one of this year’s volunteers, with us to run some errands and have a look at what Funprovidas, our organisation, does. We were introduced to partners, to teachers and learned so much! After a busy day, we returned to Cali, taking another volunteer who’s been here for a year now with us. He accompanied us to the migración this morning where we officially registered. We also fixed our SIM cards and now I’m home again, dealing with some organisational things.

I am still a little cautious but even more excited about what the next days and weeks might bring! At least I’m sure that I have people here and back home who I can rely on, and the super friendly and open nature of the Colombians will make it a lot easier to feel at home here, I’m sure of it.


Hier ist die erste Nachricht über die Ozeane hinweg! Drei Tage sind jetzt vergangen, seit ich Deutschland verlassen habe, und an meinem dritten Tag kann ich sagen, dass ich mich mehr Frau der Lage fühle. Also ein super Zeitpunkt, um euch auf den neusten Stand zu bringen!

Mein Flug nach Cali lief mehr oder weniger unproblematisch ab und ich kam pünktlich an. Am Flughafen wurde ich von zwei Freiwilligen, die schon letztes Jahr ausgereist sind, abgeholt, und von meinem Chef! Meine ursprüngliche Nervosität verflog dann, als ich mit allen im Auto saß, auf dem Weg zu meinem neuen Zuhause. Da ich die erste Cali-Freiwillige der neuen Generation in der Wohnung bin, durfte ich mir noch ein Zimmer aussuchen (nach einigem Hin und Her). Die zwei anderen Freiwilligen nahmen mich mit, um Arepa zu essen und versuchten, alle meine Fragen zu beantworten. Trotz der Aufregung übermannte mich die Müdigkeit dann doch sehr bald.

Am nächsten Morgen gingen beide zur Arbeit und ich hatte den guten Vorsatz, zum nahegelegenen Supermarkt zu gehen. Ich duschte zum ersten mal (kalt), frühstückte und stand dann im Flur, bereit, meinen neuen Anlaufpunkt zu verlassen. Aber irgendwas hielt mich zurück, eine tiefe Müdigkeit und Beklommenheit, die mich umdrehen und zurück in mein Bett klettern ließ. Zu dem Zeitpunkt war ich einfach nur verwirrt, warum mich so etwas Einfaches wie das Haus zu verlassen so überforderte. Dann dämmerte es mir, dass es vielleicht ein Fall von Kulturschock ist. Auf der Suche nach einer Definition von Kulturschock spuckte Google Folgendes aus:

Der Begriff Kulturschock bezeichnet den schockartigen Gefühlszustand, in den Menschen verfallen können, wenn sie mit einer fremden Kultur zusammentreffen.

In Retrospektive kann ich sagen, dass es definitiv Kulturschock war mit einer Prise Vorsicht, da einem ständig gesagt wird, dass man die Augen offen halten soll und mit cuidadito vorgehen soll (der Diminutiv von cuidado was Vorsicht heißt). Der Hunger trieb mich schließlich nach meinem Nickerchen hinaus aus meinem Nest, und ich bin sehr froh drum! Trotzdem kaufte ich nur Tostadas und Karotten, frag mich nicht, wieso, aber das war mein Essen für den ersten Tag.

Den nächsten Tag verbrachte ich mit meinem Chef und seiner Frau in Buga, eine kleinere Stadt in der Nähe von Cali. Wir nahmen Mara mit, eine anderer Freiwillige dieser Generation, und machten ein paar Erledigungen in der Stadt und bekamen einen Eindruck davon, was unsere Organisation Funprovidas so macht. Wir wurden verschiedenen Partnern und Lehrern vorgestellt und lernten dabei einiges über die Arbeit! Nach einem beschäftigten Tag fuhren wir dann zurück nach Cali, wohin wir noch einen weiteren Freiwilligen der letzten Generation mitnahmen. Er ging heute Morgen mit uns zur Migración, wo wir uns offiziell registrieren ließen. Wir haben außerdem das SIM-Karten Problem geklärt und jetzt bin ich zuhause und kümmere mich um einige organisatorische Sachen.

Ich bin noch immer etwas vorsichtig und zurückhaltend, aber dafür umso neugieriger, was die nächsten Tage und Wochen so bringen werden! Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich hier und in Zuhause Leute habe, auf die ich mich verlassen kann. Außerdem hilft die sehr offene und freundliche Art der Kolumbianer sicher dabei, sich ganz bald voll Zuhause zu fühlen, ich bin mir ganz sicher!

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