Eating Torta Like a Colombiana

At the age of 23, I have learned that there are different ways to eat cake. How I know that? I have eaten no less than four types of cake in the past three days. One way to eat a cake is the real Colombian way: Take your fingers and dip it into the icing. In general, even if the cake is decorated and by German standards impossible to eat without a spoon or fork, here you can still manage to manoeuvre some crumbs into your mouth. So after eating cake number 2, my fingers red with icing, my students proudly announced that I ate cake “like a colombiana”.

How did I end up with four cakes on my birthday? To be honest with you, I was scared that my third birthday away from home would be relatively unspectacular. Just a normal day, when nobody knows you well enough to know that it is your birthday. Even when they do, the excitement peaks when they tell you ‘Happy Birthday’. I let that thought drag me down, and my friends here must have noticed that. So when the dreaded day came, I was surprised with nothing less but 23 pandebonos, laid in the shape of a heart by the lovely Lea. I wouldn’t have thought it possible but come the morning after my birthday, there was only one left. How the hell we managed to destroy 22 pandebonos is a mystery.

That day I was at Téllez, admittedly my favourite school. I love both of the schools, but you can’t help but have favourites. So when one of the teachers came into the teachers’ room with a big smile and hugged me with a heartfelt “Feliz Cumpleaños”, I felt so light and happy. Maybe my third birthday away from home could be as lovely? On my way to my tenth grade class, two students stopped me and started asking me random questions but I didn’t think much of it. When it was 10 minutes past the beginning of the class, I started to urge them to the class but they told me to relax, it was my birthday after all. Once we got to the classroom, I saw all my tenth grade students gathered with a big cake, with music and balloons. They sang happy birthday and even forced me to dance a dance (which is normally meant for 15th birthday but they thought it would be culturally valuable, and super hilarious for teenagers, if I danced with the English teacher). The students and two teachers started giving little speeches which were so sweet that by the time that it was my turn to say a few words, I started sobbing and laughing and felt so loved by everyone. A few girls in the class also shed a tear and I just couldn’t believe my luck.

I expected the day to continue as normal, but when I went to see my 8th grade girls, I was directed to another class where the 8th grade boys were. Usually I only have class with the girls, and I only have some of the boys in a conversation club. Even bigger was the surprise when over 35 proud teenage boys smiled at me and presented a lovely cake, bearing a Colombian and a German flag and my name. After singing Happy Birthday and more cake, one of the 8th grade girls came running to the room and told me to cover my eyes and led me to another room. There, the girls had ordered pizza and we spent the hour playing games and chatting. I am so so grateful for my colleagues and my students. I am so happy that I still have 10 more months with them.

Happy but exhausted (I happened to have been ill one day before my birthday), I turned the key of our apartment door. Once I arrived at the top of the stairs I was greeted by my flatmates and Marcela, one of my office colleagues, singing Happy Birthday. My mum and sister had contacted my friends here to buy a cake in their name in order to celebrate my birthday, as a little gift from my family.  I hadn’t expected anything like that, and I was nearly crying again. Nearly, because there is only so much water left when two loads of cake soak it all up in your stomach. And still- the day wasn’t over yet. Late in the evening, David came from Buga and Lea, David and I went to a bar in San Antonio, from which you had a great view over the caleño skyline. That night you could also see some lightning over the rooftops.

I would like to thank everyone who thought of me, texted me, called me or surprised me in any other way. I feel blessed. Thank you.


Mit jetzt 23 hab ich jetzt gelernt, dass es verschiedene Arten gibt, Kuchen zu essen. Woher ich das weiß? Ich habe nicht weniger als 4 Kuchen in den letzten 3 Tagen gegessen. Eine Art, Kuchen zu essen, ist die richtige kolumbianische Art: Nimm deine Finger und halt ihn in den Zuckerguss. Wenn der Kuchen dekoriert ist, ist es nach deutschen Standards generell komisch, ihn ohne Löffel oder Gabel zu essen. Hier kann man sich jedoch immer mit den Fingern ein paar Krümel in den Mund manövrieren. Also nach Kuchen Nummer 2, als meine Hände rot vom Zuckerguss waren, verkündeten meine Schüler stolz, dass ich Kuchen „wie eine colombiana“ essen würde.

Wie kam es dazu, dass ich vier Kuchen an meinem Geburtstag hatte? Um ehrlich zu sein hatte ich Angst, dass mein dritter Geburtstag weit weg von Zuhause unspektakulär werden würde. Ein ganz normaler Tag, an dem niemand weiß, dass es dein Geburtstag ist. Und selbst wenn sie es wissen, dann ist das Höchste der Gefühle, wenn sie „Alles Gute“ sagen. Ich hab mich davon ganz schön runterziehen lassen, und meine Freunde müssen das mitbekommen haben. Als der verwünschte Tag dann schließlich da war, wurde ich mit nicht weniger als 23 pandebonos, angeordnet in Herzform, von der lieben Lea überrascht. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber am Morgen nach meinem Geburtstag war nur noch einer über. Wie zum Teufel wir es geschafft haben, 22 pandebonos zu vernichten, ist mir ein Rätsel.

An dem Tag war ich in Téllez. Ich muss gestehen, dass das meine Lieblingsschule ist. Ich liebe beide Schulen, aber man kann nicht umhin als eine Lieblingsschule zu haben. Also wenn eine der Lehrerinnen mit einem Lächeln ins Lehrerzimmer kam und ein aufrichtiges „Feliz Cumpleaños“ verkündete, fühlte ich mich so leicht und einfach glücklich. Vielleicht könnte mein dritter Geburtstag weit von Zuhause doch gut werden? Auf dem Weg zu meiner 10. Klasse hielten mich zwei Schülerinnen auf und stellten mir zusammenhangslose Fragen, aber ich dachte mir nicht viel dabei. 10 Minuten nach Klassenbeginn wollte ich meine Schüler dann zur Klasse scheuchen, aber sie meinten, ich sollte mich entspannen, es sei schließlich mein Geburtstag. Als wir dann letztendlich zum Klassenraum kamen, sah ich meine Zehntklässler um einen Kuchen versammelt, mit Musik und Ballons. Sie sangen Happy Birthday und zwangen mich auch, einen Tanz zu tanzen (den man normalerweise am 15. Geburtstag tanzt aber sie dachten, es sei kulturell sehr wertvoll und für pubertierende Teenager super witzig, wenn ich mit dem Englischlehrer tanze). Die Schüler und die zwei anwesenden Lehrer hielten abwechselnd kleine Reden, die so süß waren, dass, als ich an der Reihe war, ein paar Worte zu sagen, ich ein paar Tränen verdrückte und lachte und mich sehr geliebt fühlte. Ein paar Mädchen weinten auch ein bisschen und ich konnte mein Glück kaum fassen.

Ich dachte, der Tag geht dann normal weiter, aber als ich zu meinen Achtklässlerinnen gehen wollte, wurde ich zu einem anderen Raum dirigiert, wo die Achtklässler waren. Ich habe normalerweise nur Unterricht mit den Mädchen und nur ein paar der Jungs sind in meinem Konversationsclub. Die Überraschung war darum noch größer, als mich über 35 stolze Teenager anlächelten und mir einen wunderschönen Kuchen präsentierten, der eine kolumbianische und eine deutsche Flagge trug, und meinen Namen. Nach dem Happy Birthday und noch mehr Kuchen, kam eine Achtklässlerin zum Raum gerannt und sagte mir, ich soll die Augen zuhalten, und sie führte mich zum nächsten Raum. Dort hatten die Mädchen Pizza bestellt und wir verbrachten die Stunde damit, Spiele zu spielen und zu quatschen. Ich bin so so dankbar für meine Kollegen und meine Schüler. Ich bin so glücklich, dass ich noch 10 weitere Monate mit ihnen habe.

Glücklich, aber erschöpft (ich war einen Tag vorher noch krank gewesen), drehte ich den Schlüssel im Schloss unserer Haustür. Oben angekommen wurde ich von meinen Mitbewohnern und Marcela, einer meiner Mitarbeiterinnen aus dem Büro, begrüßt, und sie sangen Happy Birthday. Meine Mutter und meine Schwester hatten meine Freunde hier kontaktiert und sie geben, einen Kuchen in ihrem Namen zu kaufen, um meinen Geburtstag gebührend zu feiern, als kleines Geschenk von meiner Familie. Ich hatte sowas überhaupt nicht erwartet, und hätte fast wieder geweint. Fast, weil nicht mehr so viel Wasser über ist, wenn die ganzen Kuchenladungen im Bauch alles absorbieren. Und der Tag war noch nicht vorbei. Spät am Abend kam David aus Buga vorbei, und zusammen mit Lea gingen wir in eine Bar in San Antonio, von wo man eine super Aussicht über die caleño Skyline hat. In der Nacht sah man auch ein paar Blitze über den Dächern.

Ich möchte gerne allen danken, die an mich gedacht haben, die mir geschrieben haben, mich angerufen, oder mich sonst wie überrascht haben. Ich fühl mich wirklich gesegnet. Danke dafür.

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